• Gardinen
  • Sonnenschutz
  • Polstermöbel
  • Insektenschutz
  • Teppiche
  • Teppichböden
  • Kissen und Tischwäsche
  • Geschenkartikel

Firmengeschichte

 

125-jähriges Geschäftsjubiläum

Tasche Raumausstattung

Lemgo

 

Aus der Chronik der Familie Tasche geht hervor, dass die Handwerkstradition seit über 300 Jahren gepflegt wird, genannt wird 1676 Heinrich Tasche, der als Tischler und Schattilger feinere Holzarbeiten fertigte. Unter seinen Nachkommenlesen wir die Berufe der Bleicher und Leinweber, denn im 17. Jahrhundert hatte die Leinweberei und damit verbundene Bleicherei in Lemgo eine große Bedeutung. In der Nachfolge finden wir als Vorfahren, den Zeugmacher Christian Wilhelm Tasche 1774bis 1820, der am 21.2.1803 als Meister in das Meisterbuch der Innung eingetragen wurde.
Seine Erzeugnisse ließ er auf dem Markt in Bremen verkaufen und kam zu gutem Wohlstand, sodass er in dieser Zeit das Haus Breite Straße 59, heute Dresdner Bank, vormals als Hotel Schlepper bekannt, erwerben konnte.
Bei seinem frühen Tod hinterließ er 4 unmündige Kinder. Somit ging das Haus in andere Hände über.
Der Sohn Wilhelm Tasche erlernte dann das Bäckerhandwerk und betrieb eine Bäckerei im Hause Mittelstraße 41.
Dessen Sohn Louis, 1852 geboren, setzte die Tradition der Stoffverarbeitung fort. Nach langen Lehr- und Wanderjahren machte er sich am 1.3.1880 selbstständig und wurde damit der Begründer des Familienunternehmens TASCHE.
1887 kaufte er das Haus Breite Straße 68. Durch den Einbau von 2 großen Schaufensterscheiben konnte er die Ware besser präsentieren und erhielt ein modernes Geschäftshaus.
Der älteste Sohn Ernst erlernte ebenfalls das Polsterer- und Dekorateurhandwerk und konnte am5.11.1909 die Meisterprüfung ablegen.
1920 heiratete er Louise Fricke, die Tochter des Bäckermeisters Gustav Fricke, die auch aus einer geschätzten Handwerkerfamilie stammte.
Beide übernahmen das Geschäft und führten es durch schwere Zeiten der Inflation und des 2. Weltkrieges weiter. Die Seniorchefin war lange an der Entwicklung des Geschäftes sehr
interessiert und konnte auf eine über 60-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. Ihr ältester Sohn sollte nach seiner abgeschlossenen Berufsausbildung das Geschäft übernehmen. Leider fiel er 1941 in Russland. Zur Unterstützung der Eltern traten die Töchter Hanna und Ilse nach dem Krieg in das Geschäft ein. Ernst Tasche schloss mit ihnen 1953 einen Gesellschafts vertrag als OHG und in dieser Form wurde die Firma weitergeführt.
Der Betrieb hatte in dem Raumausstattermeister Heinrich Mönnekes und dem Gehilfen Werner Schwegmann zwei Mitarbeiter, die – gemeinsammit weiterem langjährigen Personal wie der Näherin Frau Helga Mönnekes und einem Auszubildenden – die Werkstatt führten.
Trotz schwerer Krankheit und mancher Notlage hat der Betrieb eine gesunde Entwicklung genommen, die durch Freude an der Arbeit und unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten erreicht wurde, so dass sie 1980 nach 100 Jahren stolz waren, auf eine so lange Handwerkstradition zurückblicken zu können. Dem Dank galt damals Kunden, Mitarbeitern und Geschäftsfreunden.
Nun begann das nächste Jahrhundert im Geschäftsleben für Hanna und Ilse Tasche.Immer im Blick, wer einmal in ihrem Sinne das alteingesessene und renommierte Geschäft „TASCHE“übernehmen könnte, da beide durch die Kriegsjahre unverheiratet bliebenund keine Nachkommen hatten.
Am 22.12.1987 schreibt die Kreishandwerkerschaft
Lippe in der hiesigen Presse :
 
25 Jahre jung,unterschrieb Britta dann im Jahr 1988 den Pachtvertrag den Hanna und Ilse ihr vorlegten und
übernahm am 1.10.1988 das Geschäft „TASCHE“ mit viel Verantwortung für Personal, Geschäft und Tradition. Die glücklichen Geschwister Hanna und Ilse zogen in ihren längst wartenden Bungalow am Torkamp in Lemgo und machten die Wohnung über dem Geschäft für Britta frei.1990 heiratete Britta den Raumausstattermeister
Thomas Hartrumpf aus Berlebeck, der inzwischen den Betrieb seiner Eltern übernommen hat. Fachwissen und indirekte Hilfe können je nach Möglichkeiten und Bedarf ausgetauscht werden.
Direkte Hilfe hat Britta an ihrem Bruder Kai Sander gefunden, den sie, nach seiner Raumausstatterlehre, seinen Gesellenjahren und bestandener Meisterprüfung die er ebenfalls vor dem Ausschuss der Handwerkskammer Oldenburg ablegte, 1991 als Meister eingestellt hat.
Schließlich scheint auch noch die Nachfolge für den Traditionsbetrieb gesichert, denn Tochter Kyana kam 1991 und SohnNiklas 1995 in Lemgo zur Welt.17 Jahre hat Britta Sander-Hartrumpf den Betrieb inzwischen erfolgreich geführt, einiges verändert, umgebaut und erneuert.